Ich bekam diesen kaputten Bass (er war wirklich schon lange tot) & wusste direkt, dass ich daraus Haarspangen machen möchte. Aus mit Musik aufgeladenem Holz! <3 Ich wollte ihm ein neues Leben geben. Und kein Baum musste für deinen Haarschmuck sterben.
Kühl ist dein Feuer und kalt deine Flamme. Wenn du dich erneuerst, sag ich deinen Namen, um ganz wie das Leben in spiraligen Spuren Energie zu geben, blau und purpurn. ***
Er stand dort geschmeidig wie ein Schatten und seine opalenen Augen, die die Dunkelheit durchdringen dieser einzigen Nacht, die wir zusammen hatten, schienen mich fast anzuspringen.
Und seine Muskeln zum Sprung gespannt und gleichzeitig gelassen & gebannt seh ich ihn für immer dort lauern, erinnere mich daran, wie ich erschauer.
Unsere Erregung, wie sie sich langsam entspann… Dann endlich kam er auf mich zugerannt. Und doch: vom ersten Augenblicke an war mir der Ausgang der Begegnung bekannt. ***
Es fließt durchs Farbspektrum von Rosenrot bis Himmelblau. Es gießt sich täglich in die neue Form des Tages. Es genießt, was eben grade kommt und auch was nicht. ***
Der frühe Sonntagmorgen beginnt schon frostig und bitterkalt und das Lied, das in mir singt, gewinnt rauchig an Gestalt. Es schwebt davon und konkurriert mit dem Nebel im kahlen Geäst. Und dort am schwarzen Ast vibriert es und hängt noch länger fest. Doch die Sonne löst bald den Schleier, mein Gesang – erst sichtbar geworden- vergeht nun und fliegt immer freier in den sich entfaltenden Morgen. ***
Da schlägt noch ein Herz in der verbrannten Kruste. Obwohl an der Oberfläche alles Leben weichen musste. Geschunden, verwundet, vernarbt & verbrannt. Jetzt wirkst du schroff, die glatte Hülle verschwand. Unter deiner rauhen Schale ähnelst du dir mehr und mehr. Das Feuer stärkt, wenn es innen nach außen kehrt. ***
Hebe deinen Blick empor, einsame Wanderin, vom Grau des Asphalts lass ihn wandern in den Himmel & warte einfach bis dich was findet, sich aus Licht & Tau geboren in deine Gedanken windet. Es muss nicht immer ein Regenbogen sein. Auch ein Vogelstimmchen trägt Glück in dich hinein. Eine nickende Blüte könnte dich ermuntern, eine Wolke in Herzform dich nicht mehr verwundern. ***
Wie fühlt es sich an, ich zu sein. Manchmal ist es nicht so fein. Solange ich noch fliegen kann, kommt es darauf nicht so an. Es spielt dabei so keine Rolle, dass ich nicht flieg wie man so solle. Dass ich ja nur herunter falle, doch anders als die andern alle leuchte ich dabei in Rot, Grün, Gelb. Ich bin nicht nur ein Blatt das fällt. Ich bin etwas, das Farben sprüht, etwas, das seine Narben liebt. Ich weiß, das wird dann ganz egal- doch jetzt noch kann mich das echt mal- wenn ich erst zum Erliegen komm. Bis dahin komme ich davon. ***
Ich bin die Schöpferin des Lebens des Tages, der Nacht, der Sonne, des Regens. Und mein Auge bewertet und richtet nicht für allumfassende, liebende Sicht auf dich, die du durch die Wüste musst, dich abarbeitest und niemals ruhst. Ich habe für dich die labende Nahrung ausgleichend fruchtbaren Erfahrung. ***