Ich glaube, du kannst dir das vielleicht ein bisschen vorstellen, wie verrückt ich nach meinem Regenbogenholz bin. Eigentlich schwelge ich seit Wochen täglich darin. Ich stehe auf und dann gehe ich mit dem Regenbogen kuscheln. Noch bevor das Rudel die erste Mahlzeit hatte oder unsere Hunderunde, bade ich meine Augen in Farben und in meinem Kopf kreisen Ideen und dann werde ich ein bisschen wahnsinnig. Farbrausch oder so. Wie besoffen noch vor dem Frühstück. Das ist so geil! Ja! Singen tu ich auch. ***
Als Pazifistin mache ich mir Gedanken, woher meine Affinität zu Haarwaffen kommt. Rein philosophisch und natürlich auch real bin ich gegen Waffen, gegen Kriege in jeder Form und zutiefst davon überzeugt, dass friedliche, liebevolle Kommunikation jedes Problem und Missverständnis lösen kann. Warum finde ich Haarwaffen so geil? Und während ich an diesem Projekt arbeitete, ließ ich meinem Gehirn einfach mal freien Lauf. So Gedankenspielereien.
Irgendwie ist es sexy, mit etwas potenziell Gefährlichem zu hantieren. Und damit etwas anderes zu machen, als wozu es ursprünglich erfunden wurde. Zum Beispiel könnte man mit einem Schwert ja eine Orange schälen… oder Haare schneiden, haha. Aber das ist ja gerade das, was ich schön finde: die Ästhetik von etwas zu zeigen, das miese Gesinnungen zum Verletzen benutzen können. Dass es nämlich darauf ankommt, was du damit anfängst. Dass die innere Einstellung aus etwas „Üblem“ etwas Schönes machen kann: Schwerter zu Haarschmuck! ***
Schluss mit lustig! Und wehe, einer freut sich laut! Die Welt ist dunkel. Alles ist verloren.
Daran gibts nichts zu rütteln. Weint! Bedeckt euer Haupt mit Asche! Versinkt in Depressionen. Nein, schön ist das nicht. Aber schwarz. Alles ist schwarz. Weltfrieden ist schwarz!
Und alles was uns bleibt, ist: sehr sehr traurige Musik zu hören, laut zu seufzen und uns für die letzten Tage, die uns bleiben, Gletscherforken ins Haar zu stecken. Sonst nichts! NICHTS, hab ich gesagt.
Das lila Amaranth ist wahrlich kein Holz, das gern oder sagen wir leichter Hand geschnitzt oder geschliffen werden will. Es ist so unglaublich hart. Dennoch ließ mich die Idee eines lila- farbenen Sonnenaufgangs einfach nicht los. Schon beim Sägen streifte mich der Wahnsinn, als mir gerissene Sägeblätter nur so um die Ohren flogen.
Doch mein Traum ließ mich immer weiter machen. Besonders das tagelange Schleifen zwischen den Sonnenstrahlen brachte mich dem Wahnsinn noch näher. Lachend saß er auf meiner Schulter und machte schlechte Witze über ungeschickte Hände, unfähiges Schleifpapier & zu dicke Finger. Meine Ungeduld verhöhnte mich & lila Staubwolken legten sich wie übertriebenes 80er Jahre Rouge auf meine Wangen. Schleifst du Amaranth, gibt es Augenblicke, wo Menschen glauben, du seist verprügelt worden. Schleifst du Amaranth lang genug, fühlst du dich auch, als seiest du verprügelt worden… Und doch wollte ich den Sonnenaufgang in Perfektion.
Preview *Wattewolkenmond* & *Distelblütenstern* Gletscherstäbe fürs Haar
*Distelblütenstern*
In klarem Türkis mit Rosa und irisierenden Schwaden… wie die Morgendämmerung an einem sonnigen Tag. *Distelblütenstern* ist ein Haarstab, den man nicht übersieht.
In ihm wohnt eine Distelblüte & die Farben wirken in jedem Licht anders. Bläschen, Wölkchen & Farbswirls sorgen dafür, dass es niemals langweilig wird. Abgerundet mit gestocktem Buchenholz, in dem sich die Farben des Sterns wiederfinden.
Der Tag nach der durchtanzten Nacht war zum Glück ein freier Sonntag…
Damit fängt meine Geschichte gelebter Wellness an. Bis dato war Haare kämmen für mich kein Vergnügen. So wenig, dass ich über Jahre vermieden habe, sie offen zu tragen. Offen tragen bedeutet zwangsläufig Knoten – egal ob mit LeaveIn und Silikonöl.
Neue grün- klare Gletscherforke *Von Mond & Bach* Gletschermond
Als der Mond den klaren Gebirgsbach erblickt, verliebt er sich unsterblich. Welch durchsichtige Tiefen! Die Algen, die im Wasser wirbeln! Tröpfchen sprühen Lichtflecke!