Preview *Krall dich ans Leben* Haarforke aus Wacholder

Plötzlicher Schneesturm, die Temperaturen sind gefallen.
So erstarrt & leblos fühlte ich mich noch nie.
Ich spür die kalten Schatten in mir schwellen,
mich bezwingt abgrundtiefe Melancholie.
Und meine Hände sind steif & fürchterlich klamm.


Da krallt sich Wacholder in die zugeschneite Scholle.
Sein starker Geist ist offen, doch undurchlässig
gibt er sich dem Wandel hin, komme was wolle.
Greift auch nach mir und voll Vertrauen press ich
meine gefrorenen Wangen an seinen schorfigen Stamm.


Welche Flamme in ihm brennt, ich weiß es nicht.
Doch tatsächlich spür ich ein wärmendes Branden.
Es taut die Eistränen von meinem Gesicht.
Als hätte der alte Wacholder verstanden:
nach jedem Winter bricht Erneuerung den Damm.

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Preview *Rezept für Elfenpilze* Gletscherstäbchen für Feenhaarmädchen

Meine Liebe galt schon immer der Dichtung,
die bespreche ich oft mit dem Wind.
Wir treffen uns draußen im Wald auf der Lichtung,
wo die bleichen Pilze sind.
Ist das immergrüne Moospolster kalt,
dann schmiegen sie sich da hinein.
´ne Karibikinsel im Winterwald –
drum denk ich, das müssen sie sein.
Die Mume hat mir von ihnen erzählt,
da war ich grad 5 Jahre alt.
Sie sagte mir, wen der Elfenpilz wählt,
ändert willkürlich seine Gestalt.
Nur das Rezept hat sie mir nicht verraten,
ratlos nehme ich ein paar mit.
Soll ich sie essen? Gesalzen, gebraten?
Was wenn Nebenwirkung auftritt?
Die frostig- klare Luft verwirbelt der Winterwind,
mir wird klar, dass wenn der Elfenpilz ruft, das auch nur Worte sind.

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Preview *Nebeltröpfchen* Gletscherstab Amaranth

Aurora betritt den Märchenwald
über einen Teppich aus weichem Moos.
Die Bäume sind stark, wunderschön & uralt
und innen wie äußerlich groß.
Nebeltröpfchen flirren durch die Luft,
brechen das bunte Licht des Polarlichts.
Wabernde Schwaden erzeugen den Duft
von Geschichten aus dem Nichts.
Eine Ranke umschlingt ihren Knöchel,
zieht sie zärtlich runter ins Gras,
weil sie das ganze Spektrum genießen möchte
in dieser Welt aus Farben & Glas.

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Preview *Im Sturzflug* Jeans Rabe Haarstab

Versteckt glänzt etwas Dunkles in ihrem Gefieder,
Und das nimmt mich mit,es bewegt sich,
zerfasert meine Seele, drückt mich nieder,
trägt mich hoch, befreit und prägt mich.

Von hoch oben falle ich trudelnd im Sturzflug
ins Bodenlose. Niemand hört mein Schreien.
War´s so, dass ich hilflos mit den Flügeln schlug
oder stürzte ich mich freiwillig hinein?

Was hielt mich in dieser wilden Reise?
Das habe ich mich schon oft gefragt.
Warum blieb ich nicht auf meinem Felsen leise?
Wem bin ich da hinterher gejagt?

In ihrem Schatten verbiege ich mich nicht.
Doch ich verändere mich, ich werde geschmeidig.
Etwas glättet sich an mir & umfängt mich.
In ihrem Schatten reife ich & fliege ich.

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Preview *Candy candy* Regenbogen Haarstäbe

Sag nicht, Cherie, ich sei zu laut,
zu schrill, zu irre, zu bunt!
Hab mir nur das Glück geklaut
und übertrieben, das ist gesund.
Wie immer hab ich einen drauf gelegt.
Vergessen wie man sich beträgt.
Ich hab meinen Schopf in Glück gepackt,
die Farben wild verknüpft, abstrakt.
Dann hab ich mir das Haar zurück gebunden.
Ich find das süß, ich mags aufzufallen.
Hab darin genau das Passende gefunden.
Cherie, ich gefall nunmal nicht allen.

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Preview *Regenbogenfisch* Regenbogen Haarstab

Sie schwimmen nicht an der Oberfläche.
Regenbogenfische tauchen immer & tief .
Sie weinen , sie zeigen ihre Schwächen.
Sie folgen dem inneren Lied, das sie rief.


Regenbogenfische sind im Herzen weich.
Nicht nur am, sondern tief im Wasser gebaut.
Wir finden sie in keinem kleinen Teich,
weil keine von ihnen seichten Gewässern traut.


Auch ich bin ein solches buntes Geschöpf,
himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt.
Und auch wenn der Sog mich oft erschöpft,
in der Strömung zu atmen, hab ich geübt.

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Preview *Wer den Sturm liebt* Rabenfeder Haarstab

„Haltet mich“ ist ihr erster Gedanke, bevor es sie unsanft aus dem Neste weht
und als der Wind ihre Schwestern vor sich her treibt, wird ihr klar – doch etwas zu spät-
dass egal wie sie sich vergisst und sich anpasst und bis zur Selbstaufgabe bemüht,
am Ende bleiben wir allein zurück, weil sich festzuhalten nie genügt,
um wirklich die Tiefe zu kennen. Der Baum ist nun kahl, verlassen die Rabin.
Der Orkan unterm Mond heult eindringlich, verdichtet zu schwarz all ihre Farben.

Den Rest der Nestwärme trägt er davon, doch immer bei ihr verbleibt
die Essenz alles dessen, was war, die Erfahrung, die alles Trübe vertreibt.
Die Schwestern sind fort , sie erlebens grad selbst jede einzeln ganz für sich,
jede geht ihren Weg in ihr eignes Land, wo jede eine andere Sprache spricht.
Und eine Böe hebt die Federn, wirbelt Flügel auf, lässt flüsternd Härchen stieben.
Und sie lädt das Unwetter ein, wie` s nur jene tun, die des Sturmes Wildheit lieben.

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