Preview *Glitzerknete* Haarstab mit wechselndem Glimmer

Die Glitzerknete in meinem Kopf bringt manches Abenteuer
– auch wenn ich dann oft merk, dass es morgens billiger is, haha –
schafft vulkanische Ströme, ich springe über Feuer,
da erstarrt die Hülle – die vorher nicht da war…

Ich enter erstaunt die einst flüssige Masse.
Die Flammen – gold- heiß – sind plötzlich gefroren.
Die Angst vorm Verbrennen noch da. Ich verpasse,
die Chance zu erfahren: bin gar nicht verloren…

Stattdessen starre ich auf den kalten Boden,
die Farben wechseln träge von grün zu blau.
Bin ich verrückt? Des Verstandes enthoben?
Ich taste mich vor. Ich weiß auch nicht genau…

Und mein Herz klopft noch wild, mir ist kalt & heiß.
Ich versuch, diese Bilder zusammen zu bringen.
Der veränderte Fluss fließt frei unterm Eis,
während Wahnsinn & Glück hier weiter ringen.

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Preview *Hüter des Feenhaars* Gletscherforke mit Hirsch

Als ich damals auf meinen zarten Zopf
(mit Gedanken an Haarscheren im Kopf)
verächtlich in meinem Spiegel blickte
und plante, zu cutten, was mich bedrückte,
erschien ein Hirsch mit weißem Seidenhaar
und bot es mir zum Streicheln dar.

Die Begegnung war nur kurz, aber innig.
Sein Wunsch erschien mir dennoch sinnig:
„Flecht mir ein Halsband aus deinem Haar,
solch zierliche Fessel bleibt & war,
damit wir verbunden für immer sind
und ich dich erinner, wann immer der Wind

es berührt und sanft kosend bewegt,
dein Haar zärtlich flirtend um mich legt.
Dann werde ich im Traum dir erscheinen.
Hör auf, über deine Fusseln zu weinen
und knüpf mir ein feines Erinnerungband!“
Das war, als ich Schönheit im Feenhaar fand.
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Preview *TotenkopfMotte* Haarforke mit Nachtfalter

Wir feiern die Nacht, das Dunkel, dies Ziehen…
Wir singen nackt den Mond an.
Wir haben uns gegenseitig Liebe geliehen,
wie mans nur in Moll vertont kann.


Wir jazzen melancholisch durch den Tag –
eigentlich warten wir nur auf die Sterne.
Und in der Pause zwischen den Songs frag
ich dich immer wieder ganz gerne,


ob du eine Variation von mir bist.
Denn da im Schatten sind wir uns nah.
Während die Einsamkeit mich auffrisst,
bist du Mondlicht längst schon da.
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Preview *Ruhestätte des Drachen* Gletscherforke mit Drachen Schädel

Nachdem er die Welt gerettet hat,
bettet der Drache sein müdes Haupt.
Aus weichem Moos & blauen Blumen
hat er sich ein Nest gebaut.
Es gibt nun nichts mehr zu tun.
Er hat für Sicherheit gesorgt.
Nun kann er schlafen, so lange er will
im Wald da im Drachenhort.
Und im Tau findet sich ein Abbild
vom Geist des Drachenalten,
als hätten sich Tröpfchen so angeordnet,
um sein weises Gesicht zu erhalten.

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Preview *Mehr Pilze* Haarstäbe zauberhafte Holzvielfalt

Du kannst ein Gedicht nicht mit „Auf dem Humus verstorbener Hoffnung sprießen Giftpilze“ beginnen, sage ich mir… und lasse meine Fingerspitzen über kühles Wacholderholz streicheln. Kann ich Holz lieben? So wie dich?
Ihr teilt euch das Rot – finde selbst heraus, was ich damit meine. Und Duft, harzig, würzig & süß. Der Wacholder hat mit seinem Ende etwas in mir erweckt. Eine große Kraft aus tiefstem Empfinden & dem feurigen Drang, etwas Neues zu erschaffen. Nur dadurch, wie er ist. Durch seine Farben, Muster & all das Verborgene, das nur heraus kommt, wenn ich geduldig bin und mutig… So wie du…

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Preview *Rezept für Elfenpilze* Gletscherstäbchen für Feenhaarmädchen

Meine Liebe galt schon immer der Dichtung,
die bespreche ich oft mit dem Wind.
Wir treffen uns draußen im Wald auf der Lichtung,
wo die bleichen Pilze sind.
Ist das immergrüne Moospolster kalt,
dann schmiegen sie sich da hinein.
´ne Karibikinsel im Winterwald –
drum denk ich, das müssen sie sein.
Die Mume hat mir von ihnen erzählt,
da war ich grad 5 Jahre alt.
Sie sagte mir, wen der Elfenpilz wählt,
ändert willkürlich seine Gestalt.
Nur das Rezept hat sie mir nicht verraten,
ratlos nehme ich ein paar mit.
Soll ich sie essen? Gesalzen, gebraten?
Was wenn Nebenwirkung auftritt?
Die frostig- klare Luft verwirbelt der Winterwind,
mir wird klar, dass wenn der Elfenpilz ruft, das auch nur Worte sind.

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Preview *Nebeltröpfchen* Gletscherstab Amaranth

Aurora betritt den Märchenwald
über einen Teppich aus weichem Moos.
Die Bäume sind stark, wunderschön & uralt
und innen wie äußerlich groß.
Nebeltröpfchen flirren durch die Luft,
brechen das bunte Licht des Polarlichts.
Wabernde Schwaden erzeugen den Duft
von Geschichten aus dem Nichts.
Eine Ranke umschlingt ihren Knöchel,
zieht sie zärtlich runter ins Gras,
weil sie das ganze Spektrum genießen möchte
in dieser Welt aus Farben & Glas.

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