Und neben dir im feuchten Moos, wo du dich niederlässt da wölbt sich eine Wurzel und lädt dich freundlich ein „Hör mich an, Ich bin dein Ursprung, dein Nest. Spür einmal tief in den satten Waldboden hinein“ Du ertastet verwitterte Spuren Hunderter von Jahren verwurzelter Erfahrung, die führt dich zurück in die Zeit als einst noch keine Menschen, nur weise Bäume waren. Da fühlst du ein altes Lächeln, das für immer bleibt.
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Du bewegst dich im Nebel, als sähest du dort klarer und jagst nach der Unendlichkeit. Fühlst dich als letzter Poet und Bewahrer der greifbaren Unvergänglichkeit.
Der Fluch dient dir auch als Weg zum Erwecken der schlafenden Albträume dort. im klaren Bewusstsein – mit all seinen Flecken – begibst du dich an den dunkelsten Ort.
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Wenn alles einmal zu Ende geht, dann kann dir nichts passieren. Und ob und wie etwas geschieht, kannst du nicht kontrollieren. Wenn du es suchst und noch nicht weißt, wo das Ziel ist, fern oder nah, dann tanz genau dort, wo du grade bist, denn alles ist bereits da.
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Was ist diese Macht, die niemals vergeht, Die dich wärmend durchdringt, dich vollkommen versteht? Dich niemals allein lässt, treu an deiner Seite wartet? Es ist meine sonnige Liebe, die Anwort, mit der alles startet.
Es kommt der Tag, an dem sie tiefer taucht in die Labyrinthe unten im Frauenbauch, an dem sie das geheime Tierwesen trifft, das besser weiß als sie, wer genau sie ist. Spricht in magischen Zeichen, versteht sie ganz. Was sie geblendet hat, war ihr eigener Glanz. Die Kraft & die Farben, die sie zum Schwingen bringen, straffen den Körper, lassen Augen singen. Entspannt mit dem, was in ihr scheint, erstrahlt die Frau zu ihrem vollen Sein.
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Vielleicht kennst du das… Du wachst nachts auf… Albträume… deine Lippen zittern noch. Du hast solchen Durst, dass sich deine Haut wie mumifiziert anfühlt. Deine Augen blutunterlaufen, deine Zähne gesplittert vom Knirschen. Und dann sieh mal in den Spiegel ^^
Lieblich spricht & gebärdet sie sich. Sie spürt ihre Freude, die Wut sicher nicht. Ein Auge, das nur in eine Richtung sieht & den Menschen dient, ist sicher beliebt bei anderen & niemand sieht sie unter ihren Masken. Während unten die Dämonen spielen, nie rastend. Und Streichhölzer ziehen, wer darf zuerst „Lass mich, ich bin ihr größter Schmerz!“ Denn viel zu eng ist´s unterm Zuckerguss. Die eine will & die andere muss. Erst wehrt sie sich noch, niemand sucht sich das aus. Dann bricht brüllend die Gehörnte aus ihr heraus.
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Ein Kobold steht im Mondenschein, er trägt einen Kessel voll Gold. Der wird wohl vom anderen Ende sein, wenn man dem Regenbogen folgt. Wo will er hin mit seinem Schatz und wo kommt er eigentlich her? Wie viel Gold findet in ´nem Kessel Platz, warum suchen alle nach mehr?
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