Es fließt
durch Farbspektrum von rosenrot
bis himmelblau.
Es gießt
sich täglich in die neue Form
des Tages
Es genießt,
was eben grade kommt und auch
was nicht.
***
Und meine Worte folgen brav dem Verstand, bis ich mir selber glaub – zittert auch die Hand. Ich reime wieder frech auf Pech, verführe uns, solange ich sprech. Ich renne meditierend durch die Schleier, während ich die Göttin in mir feier.
Und hätt´ich keine Wahl anstatt zu wissen, dann wäre ich zwischen uns nicht so zerrissen. Ich will hier bleiben, ich will nur dich, ich tus, ich spring, entscheide mich. Und während beide weiter an mir zerren hör ich einfach auf, mich zu wehren.
Verwundert stehend neben einander.
Ihr leuchtet beide, die Aura gleicht sich.
Aus verschiedenen Welten eingewandert
und doch ähnelt ihr euch, im Außen & geistig.
Die Verwandschaft scheint nicht offensichtlich,
wenn gedanklich ihr an der Oberfläche bleibt.
Doch die Verbindung enthüllt sich als vorgeschichtlich,
Wenn die Farbe sich den Herzen zeigt.
Das kleine Einhorn steht verloren, alleine unterm Regenbogen, der strahlt dort hell in solchen Farben, fürs Einhorn ist das kaum zu tragen.
Es spürt nur, wie sich etwas wandelt, ob es sich um was Großes handelt? Es schaut nach oben, Horn zeigt Richtung… Und damit hat sichs heut mit Dichtung. 😀
Freundliche Wolkenformationen sind ja sowas wie Ausblicke. Bauschiges Weiß, das den blauen Hintergrund anhimmelt. Und mitten drin wird es hell, bis sich Farben zeigen, mit denen keiner gerechnet hat.
So schnell ich konnte in den Wellen hab ich mich gedreht, das Wasser spritzte und der Sturm hat mein Haar zerweht. Und ich knirschte mit den Zähnen gegen den Widerstand an, Ich hatte Kraft und wollte durchhalten. Ich hatte einen Plan.
Und viele Jahre später, als mir schwindlig geworden war, da dämmerte mir schließlich etwas und wurde langsam klar, Ich drehte mich im Kreis, ich kam gar nicht vom Fleck und alles, was ich suchte, das war schon lange weg.
Typische Situation. Da liegt ein Riesenknubbel rum und möchte mit. Er sieht total verknorkelt aus, aber ich habe keine Ahnung, was das für Holz sein könnte. Ich sehe nur, dass es eine Maserbeule ist, juchhu! Nach Jahren des Trocknens endlich Zeit für die Säge. Es offenbart sich ein stark gemasertes Holz mit lustigen Swirls & hinein fließenden dunklen Kernholzstreifen.
Ich habe Rüster gefunden, mittlerweile selten in Deutschland, weil wir ein Schädlings-bedingtes Ulmensterben haben 🙁 Das Holzgebilde ist so verwachsen, dass ich kaum eine Chance habe, irgendeine Haarschmuck – taugliche Stelle zu finden. Ich will aber! 😀 Am Ende habe ich alles auf Haarstabgröße geschrumpft – ein kleines Wunderwerk der Natur. Hochglanz inklusive. Hachmach!
Typische Situation. Ich gehe harmlos spazieren, plötzlich wird mein Blick von einem Gebüsch magisch angezogen. Ein verrotteter Ast liegt darin, ich registriere „Eichemaserung“ & „gestockt“ und freue mich schonmal. Der irre Holzblick des Jadedrachens hat wieder zugeschlagen. Deshalb sieht man mich von Spaziergängen oft schwer holzbeladen nach Hause kommen.
Ich kann mich darauf verlassen: führt mich des Jadedrachen Blick zu einem Holz, dann ist darin ein Schatz verborgen. 126 Handgriffe später (aka Säubern, Versiegeln, Verstauen, Trocknen, Umlagern, Nachdenken, was die beste Schnittrichtung sein mag, Aufspalten, in passende Bretter schneiden, wieder Lagern etc.) kommt die Belohnung: eines der geilsten Hölzer, die mein Auge je erblickte. Ich hab auch noch nie zuvor gestockte Eiche gesehen.