Diese verschlungenen Wege in mir mit üppig bewachsenen Rändern, Pflanzen, deren Namen ich nicht kenne. Noch nicht. Summende Insekten, denen ich lauschen möchte. Brummen, das meine Zellen aktiviert und etwas freisetzt. Ganz bald.
Flimmern in der Luft wie geheimnisvolle Gestalten, die mir etwas zuflüstern. So leise. Ich möchte eintauchen und entdecken. Da ist Fülle & Leben, das sich erneuert. Immer wieder. ***
Etwas wurde geweckt, das so taub und tot unter den Trümmern lag, entmenschlicht, verroht. Ich kann nur erahnen, es ruhe dort zu recht ohnmächtig erstarrt und unentdeckt.
Es wogt und schlägt Falten, es bäumt sich auf. Es dröhnen die Bässe. Etwas nimmt seinen Lauf. Es erhebt sich der Dämon, sein Stöhnen geht durchs Mark. Etwas erschüttert, berührt ihn und sein Hass erstarkt.
Weine nicht, mein Herz, nimms nicht so schwer! Du selber hast den Traum verklärt, dich stetig selber ausgehöhlt, mit schwarzen Sorgen dich beschwert und dir gesagt, dass Liebe fehlt.
Nur sieh dich an, so süß, so heiß, erwache jetzt und endlich weisst du, wie glühend deine Sehnsucht brennt und öffnest du dich heute noch, bist du es, das man Liebe nennt.
Wenn ich eine Basis habe, dann ist sie bunt wie der Regenbogen und hölzern, federnd stabil. Wenn ich ein Aura habe, dann fließt da eine Farbe in die andere und Pflanzen ranken in ihr. Eindrucksvoll in meiner Gesamtwirkung, aber wandelbar, freigeistig und leicht.
Ich habe dich aus dem Meer gezogen, an einem Sommertag. Dein Haar war wie Schlingpflanzen & kleine Tiere wohnten darin. Und am nächsten Tag erkannte ich dich. Das Wasser hatte dich nicht verändert.