Der reißende Strom trennt gestern & heute kaum reicht der Blick zum Ufer zurück und als vorm Jahrtausend der Lebensbaum fiel hat er den Fluss zwischen den Gestaden überbrückt. Auch wenn er dem Baum nicht mehr ähnlich sieht, denn er wurde gepeitscht & geglättet von Wellen, von Regen und Wind gequält & verwittert, stabil ist die Brücke zwischen beiden Welten.
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Nenn mich nicht verrückt,
ich kann nämlich wirklich fliegen!
Mein Schwingen sind irre bunt
& schnell, du wirst mich nicht kriegen.
Und weil ich´n bisschen gemein bin,
werd ich dich immer besiegen 😛
„Psssst! Hörst du das auch?? Da ist so ein Seufzen“ – „Was? Ist doch mitten in der Nacht! Da ist nichts!“ – „Hmmm… wohl! Und auch ein leises Rascheln“ – „Nein! … Doch! Warte, jetzt hör ich es auch, klingt wie Rauschen“ – „Jaa, als raschelte etwas in der alten Buche!“ – „War da nicht ein kristallenes Klirren?“ – „Und glühende Augen im Dunkeln!“ – „Ein Klopfen am Fenster!“ – „Wie von einem gläserner Finger!“ – „Waaaaa!“ – „Noooooo!“ – „…“ – „…“- „Hast du etwa wieder vergessen, den Jadedrachen reinzulassen?!“
Es fiel ein Blatt vom Regenbogen, es errötet & fühlt sich so blue. Ein anderes fällt und gesellt sich dazu und dann hat der Regen sich verzogen.
Zwei regennasse Blätter sind zusammen geflogen und sie spiegeln sich gegenseitig darin. Es ist ein Spiel mit Möglichkeiten & Sinn. Dann geht die Sonne auf und du siehst den Regenbogen
Zur Unzeit & auf schwarzen Schwingen brach unversehens die Nacht herein. Brach dein Genick & deine Träume, beschien mit Mondlicht das Versäumte. Und jetzt will sie dir Klarheit bringen, denn deutlich kann dein Traum nie sein.
Und über all dem bläulich schimmerts – Du nimmst es nur am Rande wahr – Vernimmst das tröstende Summen der Sterne und dann – vernebelt in der Ferne – da schwebts und flimmerts… Wofür´s gut war, wird später offenbar.
Holzstaub ist meine Einhorn Glitterei flirrt durch die Luft wie eine kleine Liebelei. In Farben schöner als der Frühling und Wärme, wie sie damals ging.
Betrachte diese Muster der Natur! Fast scheint mir in ihnen nur versteckte Sinnhaftigkeit zu flirren. Sind sie nicht verwirrend?
Das lila Amaranth ist wahrlich kein Holz, das gern oder sagen wir leichter Hand geschnitzt oder geschliffen werden will. Es ist so unglaublich hart. Dennoch ließ mich die Idee eines lila- farbenen Sonnenaufgangs einfach nicht los. Schon beim Sägen streifte mich der Wahnsinn, als mir gerissene Sägeblätter nur so um die Ohren flogen.
Doch mein Traum ließ mich immer weiter machen. Besonders das tagelange Schleifen zwischen den Sonnenstrahlen brachte mich dem Wahnsinn noch näher. Lachend saß er auf meiner Schulter und machte schlechte Witze über ungeschickte Hände, unfähiges Schleifpapier & zu dicke Finger. Meine Ungeduld verhöhnte mich & lila Staubwolken legten sich wie übertriebenes 80er Jahre Rouge auf meine Wangen. Schleifst du Amaranth, gibt es Augenblicke, wo Menschen glauben, du seist verprügelt worden. Schleifst du Amaranth lang genug, fühlst du dich auch, als seiest du verprügelt worden… Und doch wollte ich den Sonnenaufgang in Perfektion.
Keine Geschichte heute – lieber möchte ich mit euch zusammen im Wunder „Holz“ schwelgen. Bitte klickt euch die Fotos groß, dann entgeht euch kein Detail. Lasst uns Kunst betrachten, die nur die Natur erschaffen kann.