Dort wo die Sterne am kältesten sind, erblickt es gerade die Welt: ein Etwas, ganz einfach & schlicht in der Form, hat sich aus dem Kokon gepellt. Es zittert im Schatten der riesigen Sonnen, die längst schon erstarrt sind und tot. Es sammelt sich erst & dann atmet es Farben, erglüht hell in blau, grün & rot. Und die Dunkelheit um es wird ebenfalls Etwas, zusammen schwingt sich was ein. Etwas wird wachsen & fühlen & brennen & doch immer Teil der Nacht sein.
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Im Kern alles Toten wohnt heilende Kraft, wenn du durch seine Hässlichkeit schaust. Vergiss das Märchen von der Vergeblichkeit, indem du der steten Erneuerung traust. Und Leben, das immer vollendet die Kreise, heilt Tiefes & Dunkles, weil alles vergeht. Die Knochenfrau, die abgründige Weise, bestimmt, dass aus Totem etwas Neues entsteht.
Die dunkle Fee schaut tief in dein Herz, erkennt, dass deine Seele weint. Auch wenn bei all der Freunde Scherz dein Lachen echt & laut erscheint. Sie sieht die blutigen Tränen und der Wald senkt sich dunkel & schwer herab und umhüllt dein Sehnen und sie reicht dir ihr schwarzes Schwert. Nein! nimm es nicht mit ins Grab, von allein wird dies nicht vergehen. Schneid endlich deine Maske ab. Lass alles von dir sehen! ***
Nenn mich nicht verrückt,
ich kann nämlich wirklich fliegen!
Mein Schwingen sind irre bunt
& schnell, du wirst mich nicht kriegen.
Und weil ich´n bisschen gemein bin,
werd ich dich immer besiegen 😛
Wie so häufig war hier die Entscheidung: Müll oder Jadedrache. Ich habe eher ungewollt den Fundus eines alten Jägers „geerbt“. Trophäen von Rehwild, das vor einem halben Jahrhundert geschossen wurde. Respektvoll auf Moos gebettet & geschaffen, um noch einmal Freude zu geben. Im Entstehungsprozess des Haarschmucks gerade mit Knochen, reflektiere ich viel über Leben & Tod, über den Menschen in der Natur. Im Morbiden etwas Sinnvolles & Schönes finden…
„Psssst! Hörst du das auch?? Da ist so ein Seufzen“ – „Was? Ist doch mitten in der Nacht! Da ist nichts!“ – „Hmmm… wohl! Und auch ein leises Rascheln“ – „Nein! … Doch! Warte, jetzt hör ich es auch, klingt wie Rauschen“ – „Jaa, als raschelte etwas in der alten Buche!“ – „War da nicht ein kristallenes Klirren?“ – „Und glühende Augen im Dunkeln!“ – „Ein Klopfen am Fenster!“ – „Wie von einem gläserner Finger!“ – „Waaaaa!“ – „Noooooo!“ – „…“ – „…“- „Hast du etwa wieder vergessen, den Jadedrachen reinzulassen?!“
Es fließt
durch Farbspektrum von rosenrot
bis himmelblau.
Es gießt
sich täglich in die neue Form
des Tages
Es genießt,
was eben grade kommt und auch
was nicht.
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Die Nacht wirkt fast lila, die Ränder verschwimmen. Und bunte Wolken versuchen, das Mondlicht zu dimmen. Ein Kind lehnt sich aus dem Fenster, der Wind streichelt seine Wangen. Greift singend nach den Farben, hat Lila Luna eingefangen.
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