Es begleitet dich im Hintergrund, wie Wogen gegen innere Gestade, wenn Sinnlosigkeit die Überhand gewinnt & dein Leben erscheint dir so fade. Diese Qual, die immer mit dir ist, gegen die du dich wehrt & doch ersehnst, wenn du dich von einem Termin zum anderen in Wiederholung verloren wähnst.
Denn die Angst, vor der du flüchtest, führt eine Gabe mit sich. Etwas, das schon immer zu dir gehört, ein Geschenk von dir für dich. Das alles ist, was du vermisst und das dich seit Jahrzehnten sucht. Halt einmal nun inne, gib dich hin dem Schmerz, der dich da leise ruft.
Dort verborgen wartet etwas auf dich, da fließt ein amorpher Fluss. Er raunt Geheimnisse, die du schon ahnst & für die du dich nur öffnen musst. Richte die Sinne auf den dunklen Ort, den du in Nebel der Ablenkung hüllst, Hier hörst du deine Seelenmusik, dies ist das Lied, das du singen willst.
Die dunkle Fee schaut tief in dein Herz, erkennt, dass deine Seele weint. Auch wenn bei all der Freunde Scherz dein Lachen echt & laut erscheint. Sie sieht die blutigen Tränen und der Wald senkt sich dunkel & schwer herab und umhüllt dein Sehnen und sie reicht dir ihr schwarzes Schwert. Nein! nimm es nicht mit ins Grab, von allein wird dies nicht vergehen. Schneid endlich deine Maske ab. Lass alles von dir sehen! ***
Nenn mich nicht verrückt,
ich kann nämlich wirklich fliegen!
Mein Schwingen sind irre bunt
& schnell, du wirst mich nicht kriegen.
Und weil ich´n bisschen gemein bin,
werd ich dich immer besiegen 😛
Wie so häufig war hier die Entscheidung: Müll oder Jadedrache. Ich habe eher ungewollt den Fundus eines alten Jägers „geerbt“. Trophäen von Rehwild, das vor einem halben Jahrhundert geschossen wurde. Respektvoll auf Moos gebettet & geschaffen, um noch einmal Freude zu geben. Im Entstehungsprozess des Haarschmucks gerade mit Knochen, reflektiere ich viel über Leben & Tod, über den Menschen in der Natur. Im Morbiden etwas Sinnvolles & Schönes finden…
„Psssst! Hörst du das auch?? Da ist so ein Seufzen“ – „Was? Ist doch mitten in der Nacht! Da ist nichts!“ – „Hmmm… wohl! Und auch ein leises Rascheln“ – „Nein! … Doch! Warte, jetzt hör ich es auch, klingt wie Rauschen“ – „Jaa, als raschelte etwas in der alten Buche!“ – „War da nicht ein kristallenes Klirren?“ – „Und glühende Augen im Dunkeln!“ – „Ein Klopfen am Fenster!“ – „Wie von einem gläserner Finger!“ – „Waaaaa!“ – „Noooooo!“ – „…“ – „…“- „Hast du etwa wieder vergessen, den Jadedrachen reinzulassen?!“
Es fließt
durch Farbspektrum von rosenrot
bis himmelblau.
Es gießt
sich täglich in die neue Form
des Tages
Es genießt,
was eben grade kommt und auch
was nicht.
***
Die Nacht wirkt fast lila, die Ränder verschwimmen. Und bunte Wolken versuchen, das Mondlicht zu dimmen. Ein Kind lehnt sich aus dem Fenster, der Wind streichelt seine Wangen. Greift singend nach den Farben, hat Lila Luna eingefangen.
***
Ich erhebe mich aus dem Kreis der Drachenahnen und meine Schwingen schimmern blass & blau Der Wind hebt mich auf meine Bahnen, mein Körper, in dessen Kraft ich vertrau – so zart & gläsern er auch scheint- lässt sich tragen durch die Macht der Alten. Und meine Krallen sind wild bereit Grenzen zu wahren & auch zu halten.