Wenn alles einmal zu Ende geht, dann kann dir nichts passieren. Und ob und wie etwas geschieht, kannst du nicht kontrollieren. Wenn du es suchst und noch nicht weißt, wo das Ziel ist, fern oder nah, dann tanz genau dort, wo du grade bist, denn alles ist bereits da.
***
Was ist diese Macht, die niemals vergeht, Die dich wärmend durchdringt, dich vollkommen versteht? Dich niemals allein lässt, treu an deiner Seite wartet? Es ist meine sonnige Liebe, die Anwort, mit der alles startet.
Es kommt der Tag, an dem sie tiefer taucht in die Labyrinthe unten im Frauenbauch, an dem sie das geheime Tierwesen trifft, das besser weiß als sie, wer genau sie ist. Spricht in magischen Zeichen, versteht sie ganz. Was sie geblendet hat, war ihr eigener Glanz. Die Kraft & die Farben, die sie zum Schwingen bringen, straffen den Körper, lassen Augen singen. Entspannt mit dem, was in ihr scheint, erstrahlt die Frau zu ihrem vollen Sein.
***
Vielleicht kennst du das… Du wachst nachts auf… Albträume… deine Lippen zittern noch. Du hast solchen Durst, dass sich deine Haut wie mumifiziert anfühlt. Deine Augen blutunterlaufen, deine Zähne gesplittert vom Knirschen. Und dann sieh mal in den Spiegel ^^
Lieblich spricht & gebärdet sie sich. Sie spürt ihre Freude, die Wut sicher nicht. Ein Auge, das nur in eine Richtung sieht & den Menschen dient, ist sicher beliebt bei anderen & niemand sieht sie unter ihren Masken. Während unten die Dämonen spielen, nie rastend. Und Streichhölzer ziehen, wer darf zuerst „Lass mich, ich bin ihr größter Schmerz!“ Denn viel zu eng ist´s unterm Zuckerguss. Die eine will & die andere muss. Erst wehrt sie sich noch, niemand sucht sich das aus. Dann bricht brüllend die Gehörnte aus ihr heraus.
***
Was aus der Schlange Giftzahn tropft und zischend trifft auf zarte Haut, verwirrt das Herz, verwirrt den Kopf bis keines mehr dem andern traut. Rinnt lila brennend durch die Adern, bringt alles aus dem Gleichgewicht. Lässt Zweifeln, Misstrau´n, Wanken, Hadern. Hält niemals ein, was es verspricht.
***
Dort wo die Sterne am kältesten sind, erblickt es gerade die Welt: ein Etwas, ganz einfach & schlicht in der Form, hat sich aus dem Kokon gepellt. Es zittert im Schatten der riesigen Sonnen, die längst schon erstarrt sind und tot. Es sammelt sich erst & dann atmet es Farben, erglüht hell in blau, grün & rot. Und die Dunkelheit um es wird ebenfalls Etwas, zusammen schwingt sich was ein. Etwas wird wachsen & fühlen & brennen & doch immer Teil der Nacht sein.
***
Im Kern alles Toten wohnt heilende Kraft, wenn du durch seine Hässlichkeit schaust. Vergiss das Märchen von der Vergeblichkeit, indem du der steten Erneuerung traust. Und Leben, das immer vollendet die Kreise, heilt Tiefes & Dunkles, weil alles vergeht. Die Knochenfrau, die abgründige Weise, bestimmt, dass aus Totem etwas Neues entsteht.
Wie so häufig war hier die Entscheidung: Müll oder Jadedrache. Ich habe eher ungewollt den Fundus eines alten Jägers „geerbt“. Trophäen von Rehwild, das vor einem halben Jahrhundert geschossen wurde. Respektvoll auf Moos gebettet & geschaffen, um noch einmal Freude zu geben. Im Entstehungsprozess des Haarschmucks gerade mit Knochen, reflektiere ich viel über Leben & Tod, über den Menschen in der Natur. Im Morbiden etwas Sinnvolles & Schönes finden…