Im Kern alles Toten wohnt heilende Kraft, wenn du durch seine Hässlichkeit schaust. Vergiss das Märchen von der Vergeblichkeit, indem du der steten Erneuerung traust. Und Leben, das immer vollendet die Kreise, heilt Tiefes & Dunkles, weil alles vergeht. Die Knochenfrau, die abgründige Weise, bestimmt, dass aus Totem etwas Neues entsteht.
Es begleitet dich im Hintergrund, wie Wogen gegen innere Gestade, wenn Sinnlosigkeit die Überhand gewinnt & dein Leben erscheint dir so fade. Diese Qual, die immer mit dir ist, gegen die du dich wehrt & doch ersehnst, wenn du dich von einem Termin zum anderen in Wiederholung verloren wähnst.
Denn die Angst, vor der du flüchtest, führt eine Gabe mit sich. Etwas, das schon immer zu dir gehört, ein Geschenk von dir für dich. Das alles ist, was du vermisst und das dich seit Jahrzehnten sucht. Halt einmal nun inne, gib dich hin dem Schmerz, der dich da leise ruft.
Dort verborgen wartet etwas auf dich, da fließt ein amorpher Fluss. Er raunt Geheimnisse, die du schon ahnst & für die du dich nur öffnen musst. Richte die Sinne auf den dunklen Ort, den du in Nebel der Ablenkung hüllst, Hier hörst du deine Seelenmusik, dies ist das Lied, das du singen willst.
Nenn mich nicht verrückt,
ich kann nämlich wirklich fliegen!
Mein Schwingen sind irre bunt
& schnell, du wirst mich nicht kriegen.
Und weil ich´n bisschen gemein bin,
werd ich dich immer besiegen 😛
Wie so häufig war hier die Entscheidung: Müll oder Jadedrache. Ich habe eher ungewollt den Fundus eines alten Jägers „geerbt“. Trophäen von Rehwild, das vor einem halben Jahrhundert geschossen wurde. Respektvoll auf Moos gebettet & geschaffen, um noch einmal Freude zu geben. Im Entstehungsprozess des Haarschmucks gerade mit Knochen, reflektiere ich viel über Leben & Tod, über den Menschen in der Natur. Im Morbiden etwas Sinnvolles & Schönes finden…
Es fließt
durch Farbspektrum von rosenrot
bis himmelblau.
Es gießt
sich täglich in die neue Form
des Tages
Es genießt,
was eben grade kommt und auch
was nicht.
***
Die Nacht wirkt fast lila, die Ränder verschwimmen. Und bunte Wolken versuchen, das Mondlicht zu dimmen. Ein Kind lehnt sich aus dem Fenster, der Wind streichelt seine Wangen. Greift singend nach den Farben, hat Lila Luna eingefangen.
***
Ich erhebe mich aus dem Kreis der Drachenahnen und meine Schwingen schimmern blass & blau Der Wind hebt mich auf meine Bahnen, mein Körper, in dessen Kraft ich vertrau – so zart & gläsern er auch scheint- lässt sich tragen durch die Macht der Alten. Und meine Krallen sind wild bereit Grenzen zu wahren & auch zu halten.
Ich bin störrisch, ich weiß, was ich will und ich geh einen Weg, der nicht leicht ist. Es ist Raum neben mir für die Wärme in dir, auch wenn du auf Leichtigkeit geeicht bist.
Gib mir deine Hand vor dem Hinderniss, wir geben und nehmen uns Kraft, Lass uns zusammen unsre Energie potenzier´n, weil man schwere Wege gemeinsam leichter schafft.
Auch verwundene Strecken mit Steinen & Dickicht, wenn alles dunkel und schwarz scheint, Egal wie kalt es ist, wir geh´n hoffnungsvoll weiter Bis rosenroter Sonnenaufgang uns vereint.