Der Lebensbaum aus Efeu – Eine taktile Skulptur

Von Kiki.Jadedrache.com, deiner Haarschmuck-Schnitzerin

Diese handgeschnitzte Skulptur ist eine Hommage an die verborgene Kraft der Natur und die Ästhetik des Kuriosen. In einer Welt der Massenfertigung ist dieses Objekt ein Gegenentwurf: Ein Unikat, das Jahrzehnte des Wachstums und viele Stunden geduldiger Handarbeit in sich vereint.

Das Material: Ein Privileg der Zeit

Efeu ist ein geduldiger Wanderer. Es dauert oft mehr als ein halbes Jahrhundert, bis ein Stamm diese beachtliche Stärke erreicht. Dieses Holz ist kein bloßer Rohstoff – es ist ein Zeitzeuge. Ich finde diese seltenen Stücke meist nach „Baumpfelgeaktionen“ der Stadt und rette das Holz für seine neue Bestimmung. Die wilde, bärtige Rinde und die aufregende Maserung des Efeus machen jede Skulptur zu einem botanischen Schatz.

Handwerk: Chirurgie am Holz

Der Entstehungsprozess ist ein Dialog mit der Natur. Mit chirurgischer Präzision arbeite ich die feinen Verästelungen des Lebensbaums aus dem harten Kernholz heraus, immer der natürlichen Wuchsrichtung folgend. Während die Außenseite in ihrem rauen, elementaren Zustand belassen und lediglich stabilisiert wurde, ist das Innere bis zur Samtigkeit poliert.

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Der Wächter des Obstgartens: Ein Unikat aus altem Apfelholz

Von Kiki.Jadedrache.com, deiner Haarschmuck-Schnitzerin

Objektstudie und Entstehung

Dieses funktionale Kunstobjekt ist eine Hommage an den Kreislauf der Natur. Das Material stammt von einem uralten Apfelbaum, dessen Lebenszyklus vor einigen Jahren endete. In seinem Inneren verbarg sich eine seltene MehrfachAstgabel, die über die Zeit der natürlichen Zersetzung eine sogenannte Stockung (Spalting) entwickelte.

Das Stück habe ich so konzipiert, dass es die Grenze zwischen Skulptur und Möbelstück auflöst. Es dient als Aufbewahrungsort für persönliche Kostbarkeiten – ein moderner Schrein für die Dinge, die uns wichtig sind.

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Handwerkliche Details und Funktionen

In geduldiger Handarbeit habe ich die natürlichen Gegebenheiten des Holzes herausgearbeitet und in funktionale Elemente verwandelt:

  • Geheimfach: Im unteren Bereich der Maserknolle ist eine handgefertigte Schublade integriert. Sie wurde präzise eingepasst, so dass sie im geschlossenen Zustand wie ein Gemälde neben den Galeriefächern wirkt
  • Galerie-Nischen: Vier organisch geformte Fächer bieten Raum für die Präsentation kleinerer Fundstücke wie Kristalle, Moose oder andere Naturschätze. Wie die Flechten, die auch in der Rinde widerhallen.
  • Obere Kammer: Ein rundes Fach im oberen Teil des Astes dient als sicherer Ort für private Andenken. Der Deckel wird durch einen dezenten Magnetverschluss gehalten.
  • Ästhetik des Feuers: Die Stirnholzflächen habe ich mit der traditionellen Shou Sugi Ban Technik leicht verkohlt. Dies erzeugt einen tiefen, samtschwarzen Kontrast zur hellen, geölten Maserung des Apfelholzes.
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